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Die Jodelgruppe "klancanto" aus Güttingen hat sich dem gepflegten Jodelgesang verschrieben. Der Name deutet es schon an: Mit klingendem Gesang wollen wir beim Publikum Freude bereiten!

Klancanto folgt auf Jodelfamilie

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Seit fünf Jahren gibt es die Jodelgruppe Klancanto. Am Sonntag gibt sie ihr erstes Konzert in der Kirche Güttingen.

TÄGERWILEN. Nach 30jähriger Erfolgsgeschichte hat die Jodelfamilie Rüegge vor fünf Jahren den Abschied von der Bühne gegeben. Dass dies nicht das Ende sein durfte, war den inzwischen erwachsenen Kindern von Guido und Elisabeth Rüegge sofort klar. Drei von ihnen – Guido junior, Lukrezia und Ueli – liessen die Jodeltradition unter dem Namen Klancanto weiterleben.

Klancanto ist ein Wortzusammenzug aus Klang und Cantare (Singen). Ausserdem soll der neu geschaffene Name auf die Herkunft aus dem Thurgau hindeuten. Obwohl die Jodelgruppe aus sechs Mitgliedern besteht, singt sie nicht sechsstimmig: «Wir singen dreistimmig», erklärt Guido Rüegge aus Tägerwilen, der die Gruppe leitet. In der Anfangszeit seien die Geschwister als Terzett aufgetreten, doch bald sei klar gewesen, dass sie jede Stimme doppelt besetzen wollten, falls jemand ausfalle, erklärt er.

Die Stimmen müssen passen

Die Suche nach weiteren Sängern gestaltete sich nicht einfach. «Die Stimmen mussten in Bezug auf Stärke und Tonlage zueinander passen, und die Sängerinnen und Sänger sollten bereits Erfahrung mitbringen.» Auch wollten sie keine Leute aus anderen Chören abwerben. Trotz dieser Ansprüche hat sich die Gruppe bald formiert und wird heute von Jolanda Felix, Paul Trinkler und Brigitte Müggler optimal ergänzt.

Letztere ist vor eineinhalb Jahren dazugestossen. Sie leitet selbst einen Jodelchor und hatte bei Lukrezia Kubli-Rüegge Jodelstunden genommen, als sie die Anfrage zum Mitsingen erhielt. Sie habe sich von Anfang an wohl gefühlt: «Jeder wird so akzeptiert, wie er ist, und man wird auf eine positive Art und Weise auf Fehler aufmerksam gemacht», sagt Müggler. Auch sängerisch könne sie profitieren: «Rüegges gesangstechnisches Niveau ist hoch.» Fasziniert ist Brigitte Müggler vor allem von der Eleganz des Gesangs: «Wenn man Klancanto zuhört, tönt es urchig, aber auch edel.»

Guido Rüegge sieht den Unterschied zu landläufigen Jodelclubs auch im Repertoire: «Wir singen ganz alte Lieder, welche in Vergessenheit geraten sind, aber auch neuzeitliche Kompositionen mit Blues- und Rap-Elementen.» Den einzigartigen Jodelrap hat Rüegge mit Unterstützung von Christoph Sitter selbst komponiert.

Konzert als Generalprobe

Aufgetreten ist das Sextett bislang auf Anfrage. Doch nun steht das erste Konzert vor der Tür. Die Überschrift «Los wies liedet» ist gleichzeitig Konzertname sowie Liedtitel und steht für den Jodel, mit welchem die Gruppe am Wettsingen am Eidgenössischen Jodlerfest in Davos auftreten wird. «Das Konzert ist für uns eine Generalprobe», sagt Rüegge. Geprobt wird dafür einmal pro Woche bei Lukrezia Kubli-Rüegge zu Hause in Kradolf.

Konzert: Sonntag, 15. Juni, 17 Uhr, Kirche Güttingen